Judo - Ein Überblick

von Achim D. Brucker, http://www.brucker.ch. Dieser Artikel kann auch als PDF heruntergeladen werden.

Zusammenfassung:

Judo ist eine japanische Kampfsportart, die von Prof. Jigoro Kano aus dem klassischen Jujutsu entwickelt wurde. Dieser Artikel gibt eine kurzen Einblick in die Judo-Enstehung und dessen Geschichte. Als Referenz wurden hauptsächlich die in [4] wiedergegebenen Orginalarbeiten von Jigoro Kano, sowie das Kapitel "Judo und Jujutsu" aus [1] verwendet.

1 Jigoro Kano

Jigoro Kano
1860
Jigoro Kano wird am 28. Oktober in Mikage (bei Kobe) geboren.
1871
Kanos Familie zieht nach Tokyo.
1881
Kano macht an der "Tokyo Imperial University" seinen Abschluss in Literatur, Politik und Volkswirtschaft.
1882
Kano gründet das Kodokan.
1928
Kano besucht als Mitglied des IOC (International Olympic Comittee) die Olympischen Spiele in Amsterdam.
1909
Kano wurde erstes japanisches Mitglied des IOC.
1938
Kano nimmt an der IOC Sitzung in Kairo teil, und schlägt dort Tokyo als Austragungsort der 12. Olympischen Spiele vor. Auf der Rückreise stirbt Kano am 4. Mai auf See.

2 Japan um die Jahrhundertwende

Judo entstand in einer Epoche großer politischen und kulturellen Umbrüche. In der Zeit des Tokugawa-Shogunats sichert sich der Shogun, unter strenger Absperrung Japans von der Außenwelt, seine Macht mit polizeistaatlichen Mitteln. In der damals vorherrschenden Feudalordnung fanden sich der Hofadel (Kyuge), die Lehnsherren (Daimyo), die Beamten und Vasallen (Samurai) sowie das Volk (Heimin) wieder. 1868 brach nach über dreihundertjähriger Regierungszeit das Tokugawa-Shogunat zusammen, ihm schloss sich die Meiji-Ära (1886-1912, "Zeit des erleuchteten Regierung des Kaisers") an. In dieser Zeit wurde der Wandel zum modernen Japan vollzogen [5]:
  1. Überwindung der Feudalstruktur
    1871
    Die Feudalordnung wird abgeschafft.
    1872
    Einführung der allgemeine Wehrpflicht, sowie Aufbau eines Heeres nach europäischen (französischem beziehungsweise preußischem) Vorbild. In kurzer Zeit übernahm Japan die allg. Schulpflicht, Polizei-, Rechts-, Eisenbahn-, Gesundheits- und Finanzwesen aus Europa.

    Den Samurai wird das Recht zum Tragen eines Schwertes abgesprochen.

    1877
    Nach einem Aufstand der Samurai (unter Saigo Takamori) wird die Samurai-Kaste aufgelöst.
  2. Innere Verarbeitung der Reformen
    1878
    wird ein provisorisches Parlament eingerichtet.
    1884
    Gründung des Oberhauses aus Mitgliedern des Kuge und des Daimyo.
    1889
    Einführung einer neuen Verfassung mit dem unabsetzbaren Kaiser als Spitze der Staatsgewalt. Es gibt ein Ober- und Abgeordnetenhaus, sowie die Selbstverwaltung der Gemeinden nach dem Vorbild Preußens.
  3. Aufstieg zur Großmacht. Ein starker Anstieg der Bevölkerung (Verdoppelung der Bevölkerung von 1867 bis 1913 auf 53 Mill.) fordert die Industrialisierung. Durch den starken Lerneifer und die Disziplin des japanischen Volkes gelingt ein rascher Anschluss an die Weltwirtschaft. 1905 wird Japan offiziell als neue Großmacht anerkannt.

3 Aus Jujutsu wird Judo

Während des Feudalismus wurden in Japan eine Vielzahl verschiedener Kampfkünste praktiziert. Bei den meisten war die Verwendung von Lanzen, Schwertern, Dolchen und anderen Waffen üblich. Die Meister (Lehrer) dieser Kampfkünste waren Mitglieder der Samurai (eine Kriegerkaste). Die Samurai hatten im Tokugawa-Shogunat einen Beamtenstatus.

In dieser Zeit (1603-1886) entwickelte sich das Jujutsu zu einer komplexen Kampfkunst mit einer Vielzahl von Stilrichtungen. Jeder Meister hatte seine Dojo, und die Schüler eines Meister waren ihm zur Treue verpflichtet, d.h. sie durften die Stile der anderen Meister nicht erlernen.

Am Ende des Tokugawa-Shogunat gab es etwa 700 Jujutsu-Schulen, die eigentlich mit dem Verbot des Tragens von Waffen (1872) und der Auf|lösung der Samurai-Kaste (1877) geschlossen werden sollten. Viele der Samurai konnten sich damit nicht abfinden, und besonders die Leiter dieser Schulen arbeiteten zunächst im "Untergrund" weiter.

Während der Zeit des Umbruchs besann sich das Volk auf seine Traditionen und die Jujutsu-Schulen bekamen mehr und mehr Zulauf. Dies hatte zur Folge, das auch Scharlatane als Jujutsu-Meister (die nicht den Ehrenkodex der Samurai einhielten) auftraten, zum anderen ergab sich ein erbitterter Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Schulen.

Nach der Meji-Revolution siedelte Kanos Familie 1871 nach Tokyo. Kano besuchte dort die Kaiserliche Universität. Während der Studienzeit begann Kano über die Möglichkeit nachzudenken, wie die Harmonie von Körper und Geist zu erreichen wäre. Erst im Alter von 18 Jahren begann Kano mit dem Studium des Jujutsu bei dem Meister Yagi Teinsuke.

Im Verlauf der nächsten Jahre lernte er Jujutsu bei verschiedenen Meistern, darunter auch Fukuda Hachinosuke und Iso Masatomo oder Ikubo Tsunetoshi. Er lernte dabei die verschiedenen Stile und Schwerpunkte der verschiedenen Meister kennen. Die einzelnen Jujutsu-Meister akzeptierten nur ihre eigene Meinung und verklärten die einzelnen Techniken mit blumigen Namen. Dadurch das Kano bei verschiedenen Meistern lernte, bemerkte er insbesondere die Unterschiede der verschiedenen Jujutsu-Stilrichtungen. Kano musste oft entscheiden, welche Technik "richtig" ist, da die Meister widersprüchliche Ansichten hatten. Um diesem Dilemma zu entrinnen, versuchte Kano das grundlegende Prinzip des Jujutsu zu entdecken. Er wollte eine Prinzip finden, das sowohl bei den Wurftechniken als auch den Schlagtechniken gilt. Als allen Techniken zu Grunde liegendes Prinzip formulierte Kano: "den effizientesten Gebrauch der physischen und psychischen Energie". Kano untersuchte alle ihm bekannten Jujutsu-Techniken auf Einhaltung dieses Prinzips. Die Techniken, die nicht diesem Prinzip gehorchten verwarf er und ersetzte sie durch Techniken die ihm entsprachen. Die Gesamtheit der Techniken die dem Prinzip des effizientesten Gebrauchs der physischen und psychischen Energie gehorchten faste Kano unter dem Begriff Judo zusammen und lehrte sie am Kodokan.

Der Begriff Judo ist keine Erfindung von Kano, er wurde bereits in der Tokgawa-Epoche, eine der der vielen Jujutsu-Schulen nannte ihren Stil "Judo". Kano wählte den Begriff Judo um diesen Stil von dem klassischen Jujutsu zu unterscheiden. Kano erklärt selbst in [4, Seite 16] dazu:
Die Wörter jujutsu und judo werden beide mit zwei chinesischen Zeichen geschrieben. Das ju in beiden ist dasselbe und hat die Bedeutung "Sanftheit" oder "nachgeben". Die Bedeutung von jutsu ist "Kunst,Übung ", und do bedeutet "Prinzip" oder "Weg"; der Weg als dem Leben zugrundeliegendes Konzept. Jujutsu kann übersetzt werden als "die sanfte Kunst" und Judo als "der sanfte Weg", mit der Implikation erst nachzugeben, um schließlich den Sieg zu erringen. Das Kodokan ist, wörtlich, "die Schule um den Weg zu studieren". Judo ist mehr als eine Kunst des Angriffs und der Verteidigung. Es ist ein Weg zu Leben.
Dieses Grundprinzip erläutert Kano mit folgendem Beispiel: Angenommen ein Mann mit der Stärke 10 steht vor mir, meine eigene Stärke hat den Wert 7. Wenn er mich so kräftig wie er kann stößt werde ich umfallen, egal wie stark ich dagegenhalte. Das ist das Gegenteil: Kraft gegen Kraft. Gebe ich ihm den Weg (Platz) seinen Schlag auszuführen (weiche also aus), so wird er das Gleichgewicht verlieren während ich mein Gleichgewicht behalte. Geschwächt durch den Verlust den Gleichgewichts wird mein Gegner nicht mit seiner ganzen Kraft kämpfen können. Seine Stärke ist vielleicht auf 3 gefallen. Ich besitze immer noch eine Stärke von 7 und kann mich nun mit der Hälfte meiner Kraft verteidigen. Kano schreibt dazu:
Wenn ich natürlich mehr Kraft besäse als mein Gegner, dann könnte ich ihm einfach einen Schlag versetzen, doch selbst wenn ich dies gern tun würde und die dafür erforderliche Kraft besäse, wäre es doch besser, erst nachzugeben, da ich dadurch viel Energie sparen und den Gegner ermüden kann.
Mit diesem Beispiel zeigt Kano einen wichtigen Bestandteil des Judos auf, welcher direkt aus dem Prinzip des effizientesten Gebrauchens der physischen und psychischen Energie folgt: Das Brechen des Gleichgewichtes des Partners, auf japanisch: Kuzushi.

In einem weiteren Beispiel folgert Kano, einen weiteren Grundsatz des Judos aus dem Prinzip des effizientesten Gebrauchens der physischen und psychischen Energie: Den Gebrauch von Hebeln. Greift ein leicht nach vorne gebeugter Gegner an (versucht einen nach hinten umstoßen), so reicht es, mit einer Hand seinen Ärmel zu fassen, und mit der andren die Schulter zu fixieren, um in zu werfen (Schwertwurf).

Um einen Gegner zu werfen, ist also manchmal das Prinzip des Hebels wichtiger als das des Nachgebens. Jujutsu beinhaltet auch die Methoden des direkten Angriffs, wie schlagen, treten oder würgen. Wird dies berücksichtigt, so vermittelt die Bedeutung "Kunst des Nachgeben" nicht die wahre Bedeutung des Jujutsu. Kano sagt hierzu:
Wenn wir Jujutsu als die Kunst oder die Übung der effizientesten Nutzung der psychischen und physischen Energie akzeptieren, können wir Judo als den Weg, das Prinzip dies zu Tun auf|fassen. Dies entspricht der wahren Definition.
Von den Vertretern des klassischen Jujutsu wurde Kanos Kodokan immer wieder als "Intellektuellen-Schule" angegriffen. Sie sprachen Kano jegliche Kompetenzen ab und entfachten wahre Schlammschlachten in der Presse. Zudem provozierten Sie Zusammenstöße außerhalb der Dojo mit Kanos Schülern. Im Jahr 1886 versuchte die kaiserliche Polizeiverwaltung Ordnung in dieses Chaos zu bringen. Dazu ordnete Sie einen Entscheidungskampf zwischen den Schulen Kanos und der Totsuka Hikosuke (Kanos größtem Widersacher) an. Beide Schulen traten mit einer Mannschaft aus je 15 Kämpfern an. In 30 Kämpfen gewannen Kanos Schüler und zwei Kämpfe endeten unentschieden. Hatten die Schüler Kanos verloren, wäre das Kodokan (und damit Judo) sicher verboten worden, da die Polizeiverwaltung als Norm eine besonders effektive Schule auswählen wollte (und alle anderen verbieten). Der triumphierende Sieg des modernen Judos über das klassische Jujutsu führte dazu, da Judo sehr rasch bei der Polizei und Armee eingeführt wurde. Zudem wurde es in das Programm der Mittel- und Oberschulen aufgenommen.

4 Techniken des Judo

Zum klassischen Judo gehören neben den Wurftechniken (Nage-waza) und den fixierenden Techniken (Ich verwende den Ausdruck "fixierende Techniken" für die Katame-waza, da er mir am geeignetsten erscheint. Der Begriff "Festhaltetechniken" ist bereits als deutsche Bezeichnung der Osaekomi-waza üblich.) (Katame-waza) auch die Schlagtechniken (Atemi-waza). Das Sport-Judo besteht nur aus der Nage-waza und der Katame-waza, während die Atemi-waza der Selbstverteidigung zuzuordnen ist.

4.1 Nage-waza

Die Nage-waza umfasst die Wurftechniken, dazu gehören:

4.2 Katame-waza

Katame-waza wird meist mit Bodentechnik übersetzt. Dies entspricht aber nicht der eigentlichen Bedeutung. Mit Katame-waza werden Techniken bezeichnet, mit denen der Gegner fixiert, bzw. kontrolliert wird. Dazu gehören die Haltegriffe (Osaekomi-waza), die Hebel (Kansetsu-waza) und die Würger (Shime-waza). Bei allen Techniken aus dieser Technikgruppe wird der Gegner bewegungsunfähig kontrolliert, entweder indem er physisch festgehalten wird, oder indem ihm Schmerz zugeführt werden kann. Die Hebel- und Würgetechniken eignen sich auch, um einem Gegner im Stand zu fixieren. Einen Teilbereich der Katame-waza bildet die Ne-waza, die Techniken am Boden, auf der Matte.

4.3 Atemi-waza

Ziel der Techniken der Atemi-waza ist es, den Gegner durch Angriffe mit der Faust, der Handkante, den Fingerspitzen, den Ellenbogen, den Knien, Fußballen, den Zehen, der Stirn oder des Hinterkopfes außer Gefecht zu setzen. Es handelt sich dabei um Selbstverteidigungstechniken. Bei der Atemi-waza werden besonders lebenswichtige Körperstellen angegriffen, dazu gehören z.B. die Augen, die Nase, der Solar Plexus oder die Hoden. Ein kraftvoller Angriff auf diese Körperstellen kann Schmerzen, Bewusstlosigkeit, Koma, Behinderungen oder sogar den Tod verursachen. Deshalb werden diese Techniken auch nie im Randori (Übungskampf) trainiert, den dort kann die Kraft eines solchen Angriffs nicht kontrolliert werden. Die Atemi-waza wird im Judo nur innerhalb der Katas geübt, den dort kann aufgrund des genau vorgeschriebenen Ablaufs die Atemi-waza gefahrlos trainiert werden.

Die klassische Atemi-waza wird in folgende Gruppen eingeteilt: Aber auch der Umgang mit Messer, Stock und Pistole gehorten zur Atemi-waza und die Dan-Träger am Kodokan musste auch die Verteidigung gegen solche Angriffe lernen (siehe z.B. Kime-no-Kata und Goshin-Jutsu-no-Kata).

4.4 Kappo und Sappo

Kappo und Sappo sind keine Bestandteile der Judo-Techniken, sollen aber hier trotzdem erwähnt werden, da jeder Dan-Träger am Kodokan verpflichtet war, die Grundtechniken der ersten Hilfe bei Träumen (das Kappo) zu lernen.

Es handelt sich dabei um Techniken der Akupressur (teilweise auch Akkupunktur), die von den Lehren der alten Jujutsu-Schulen weitergeben und entwickelt wurden. Durch Druck auf bestimmte stellen im Bereich des Brustkorbes kann zum Beispiel ein Mensch aus dem Schockzustand (hervorgerufen durch Sauerstoffmangel) befreit werden.

Die Verfahren des Kappo, also der sensiblen Körperpunkte, nach Auf|fassung der chinesischen Medizin, wurden nur vom Leiter der Jujutsu-Schule an den besten Schüler weitergegeben, den das Erlernen des Kappo brachte auch immer ein Erlernen des Sappo, der Techniken zur Schädigung der lebenswichtigen Körperpunkte mit sich. Deshalb forderte Kano, da nur Sportlern höherer Ränge, die bereits bemerkenswerte Erfolge der geistigen Selbstvervollkomnung erzielt haben, die Techniken des Kappo gelehrt werden.

5 Übungsformen

Kano verfolgte mit dem Judo-Training hauptsächlich zwei Aspekte, die geistige und physische Entwicklung des Körpers sowie das Training von Angriff und Verteidigung. Als Trainingarten führte er das Randori und die Kata ein.

5.1 Randori

Randori bedeutet freie Übungform. Die Partner verhalten sich wie in einem Wettkampf. Sie dürfen werfen, hebeln, würgen und festhalten, aber nicht treten oder schlagen. Die wichtigste Voraussetzung ist, das die Partner darauf achten, sich nicht gegenseitig zu verletzen.

5.2 Kata

Kata ist eine formale Übung. Es handelt sich um ein System von vorgegebenen Bewegungsabläufen, um die Grundlagen des Angriffs und der Verteidigung zu lernen. Die Kata sind in den meisten westlichen Ländern nicht so beliebt und werden oft nur im Zusammenhang der Dan-Prüfungen trainiert. Die Kata ist aber ein fester (und wichtiger) Bestandteil des klassischen Judo. Zusätzlich zu den Techniken der Nage-waza und der Katame-waza beinhaltet die Kata auch Schläge, Stiche, Tritte und eine Vielzahl anderer Techniken und Angriffe. Die Techniken der Atemi-waza werden nur in der Kata trainiert, da durch die Vorgaben jeder Partner weis was der andere machen wird, kann dies ohne Verletzungsrisiko geschehen. Heute sind die folgenden Kata üblich:
  1. Randori no Kata (Kata der Techniken des Randori) bestehend aus der
    1. Nage no Kata (Kata der Wurftechniken)
    2. Katame no Kata (Kata der fixierenden Techniken)
  2. Kime no Kata (Kata der klassischen japanischen Selbstverteidigung)
  3. Kodokan Goshin Jitsu no Kata (Kata der modernen Selbstverteidigung)
  4. Ju no Kata (Kata der Gute)
  5. Itsutsu no Kata (Kata der 5 Symbole)
  6. Koshiki no Kata (Kata der antiken Verteidigung)
  7. Gonosen no Kata (Kata der Gegenwurfe)

References

[1]
A. Dolin. Kempo. Sportverlag, Berlin, 1988.

[2]
J. Kano. The contribution of judo to education.

[3]
J. Kano. Judo: The japanese art of self defense.

[4]
J. Kano. Kodokan Judo. Kodansha International, Tokyo, 1986.

[5]
H. Kinder and W. Hilgemann. dtv, Atlas zur Weltgeschichte 2. dtv, München, 1966.

[6]
M. Maekawa. Jigoro Kano's thoughts on judo. Bulletin of the Association for the Scientific Studies on Judo, V, 1978.

[7]
M. Maekawa and Y. Hasegawa. Studies on Jigoro Kano. Bulletin of the Association for the Scientific Studies on Judo, II:1, 12, 1963.

[8]
S. Oimatsu. The way of seiryoku zenyo - jita kyoei and its instruction. Bulletin of the Association for the Scientific Studies on Judo, VI, 1984.

[9]
K. Tomiki. Kokokan judo and its technical development which contributed to the modernization of budo. Bulletin of the Association for the Scientific Studies on Judo, III, 1969.