Entstehung der Judoabteilung

Die Judoabteilung des TV Denzlingen wurde im Jahre 1981 als achte Abteilung des TVD gegründet. In den Folgejahren wuchs dieses jüngste Kind des TVD rasch an und zählt heute etwa 350 Mitglieder, und zwar überwiegend Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts, aber auch zahlreiche Erwachsene. Ferner besteht eine enge Kooperation mit den Denzlinger Schulen. Gründer der Judoabteilung ist Günter Disch, der diese seither auch leitet. In der Denzlinger Jahnhalle stehen den Judoka rund 400 Quadratmeter Judo-Matten zur Verfügung, die zum Training unverzichtbar sind.

Die Judo-Abteilung bietet neben dem Judo-Trainings auch in regelmäßigen Abständen spezielle Selbstverteidigungskurse für Frauen an. Seit einigen Jahren ist eine Aikido-Gruppe in der Abteilung aktiv. Inzwischen konnte das Angebot durch den Bereich Yoga und Karate sowie Kendo ergänzt werden.

Judo: Der sanfte Weg

Judo ist eine der zahlreichen ostasiatischen Budo-Kampfsportarten aus Japen. Judo bedeutet soviel wie “Der sanfte Weg”. Gemäß diesem Prinzip soll mit minimalem eigenem Krafteinsatz die größtmögliche Wirkung erzielt werden. Dabei wird die Kraft des Gegners geschickt ausgenützt: Sein Zug wird mit Druck, sein Druck mit Zug beantwortet, so daß er aus dem Gleichgewicht gebracht wird und zu Fall kommt. So kann ein erheblich größerer und stärkerer Gegner problemlos geworfen werden, wenn er die Grundprinzipien des Judo nicht beherrscht. Judo bietet somit auch weniger Kräftigen wie zum Beispiel auch Frauen und Mädchen die Möglichkeit, sich gegen Angriffe zur Wehr zu setzen. Spezielle Selbstverteidigungstechniken können sich Frauen und Mädchen im Rahmen von Kursen erwerben, die von der Judoabteilung regelmäßig angeboten werden.

Siegen durch Nachgeben

Gerade für Kinder, gleich ob Mädchen oder Jungen, ist Judo die ideale Sportschule. Im wöchentlichen Training kommen Spiel und Spaß nie zu kurz. Die Kleinen können sich austoben und sind mit großem Eifer bei der Sache. Gürtelprüfungen und Wettkämpfe sorgen für Motivation und Erfolgserlebnisse, wobei niemand überfordert wird, da sich die Trainer stets auf jeden einzelnen der kleinen Judoka einstellen und ihn individuell fördern. Sehr wichtig ist im Judosport die persönliche Erfahrung von Fairneß und Kameradschaft und nicht zuletzt die Stärkung des Selbstvertrauens. Judo kann man übrigens in jedem Alter erlernen. Auch wenn man sich nicht mehr jung genug fühlt, um an großen Wettkämpfen teilzunehmen, ist man nie zu alt. Als Breitensport bietet Judo auch Senioren die Möglichkeit, sich körperlich fit zu halten. Im Judo-Ursprungsland Japan wird Judo nicht selten bis ins hohe Alter betrieben.

Das wöchentliche Training

Ein Judo-Training dauert in der Regel eineinhalb bis zwei Stunden. Mit Funktionsgymnastik, Stretching oder einem leichten “Boden-Randori” (Übungskampf) beginnt das notwendige Aufwärmen. Dazu gehören auch Spiele, die Kondition, die Ausdauer, das Reaktionsvermögen oder das Gleichgewicht trainieren - Eigenschaften, die nicht vorausgesetzt, sondern langsam aufgebaut werden. Nach dem Aufwärmen und Dehnen der Muskeln beginnt der technische Teil, wobei jede Judo-Technik partnerweise eingeübt wird. Es gibt rund 100 verschiedene Möglichkeiten, einen Gegner zu Fall zu bringen. Im Laufe von Monaten und Jahren werden solche Techniken erlernt. Der Judo-Neuling lernt allerdings zuerst, wie man fällt, ohne sich wehzutun - übrigens eine Fertigkeit, die auch im Alltagsleben sehr von Nutzen sein kann.

Kontakt

Für weitere Fragen steht der Abeitlungsleiter Günther Disch gerne zur Verfügung:
Tel.: 07666/6959 (privat)
email: gdisch@t-online.de